Freitag, 23. November 2018

Bestellerprinzip bei Maklerkosten: Bundesregierung prüft Übertragung auf Immobilienverkäufe

Mit dem Mietrechtsnovellierungsgesetz wurde im Juni 2015 auch das sogenannte Bestellerprinzip bei Einschaltung eines Maklers eingeführt. Demnach muss derjenige die Maklerkosten tragen, der den Makler beauftragt hat. Dies ist in den meisten Fällen der Vermieter.

Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag geht nunmehr hervor, dass die Bundesregierung derzeit prüft, ob dieses Prinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragbar ist. Bislang werden die Maklerkosten meist zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, gleich wer den Makler beauftragt hat.

Diese Prüfung geschieht im Rahmen der während des Wohngipfels geäußerten Zielsetzung, die Kosten für den Erwerb von selbstgenutzten Wohneigentum zu senken. In die Prüfung werden nach Angabe der Bundesregierung die Vor- und Nachteile für private Käufer als auch für Verkäufer von Immobilien einbezogen.

Bezeichnend ist auch, dass die Bundesregierung außer der Senkung der Maklerkosten derzeit keine weiteren Maßnahmen vorsieht, um Kosten für den Immobilienerwerb zu senken. Insbesondere sei eine Senkung der Notargebühren Sache der Bundesländer.