Dienstag, 12. April 2016

Bundesjustizminister plant nach Mietpreisbremse nun Investitionsbremse

"Bundesjustizminister Heiko Maas verdrängt mehr und mehr die privaten Kleinvermieter. Am Ende werden wenige anonyme Großunternehmen den Markt für Mietwohnungen in Deutschland dominieren." So kommentiert Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, die bekannt gewordenen Vorschläge zur Änderung des Mietrechts. "Immer mehr Vorgaben im Miet- und Energierecht überfordern viele private Vermieter, die ihre Wohnungen neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit zum Zweck der Altersvorsorge anbieten", warnt Dr. Kirchhoff.

Als Beispiel nannte die Verbandsvorsitzende den Vorschlag für eine neue Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen nach Modernisierungen. "Wer zu wenige und zu wenige zeitgemäße Wohnungen beklagt, darf an anderer Stelle nicht den fünf Millionen privaten Vermietern Knüppel zwischen die Beine werfen", kritisiert Dr. Kirchhoff. Als weiteres Beispiel verwies Dr. Kirchhoff auf den Vorschlag von Maas, den Bezugsraum zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete in Mietspiegeln von vier auf acht Jahre auszuweiten. "Mit dieser Änderung bekämen wir in Deutschland die staatlich festgesetzte Miete. So lässt sich ein qualitativ gutes Mietwohnungsangebot, für das die privaten Vermieter stehen, nicht aufrechterhalten", betont die Landesverbandsvorsitzende.

Rückgrat des stabilen und im europäischen Preis-Leistungs-Vergleich überzeugenden deutschen Wohnungsmarktes sind die vermietenden Bürger. Diese bieten nicht nur 66 Prozent aller Mietwohnungen, sondern auch 30 Prozent aller Sozialwohnungen an. Allein die Haus & Grund-Mitglieder bieten mit ihren 5 Millionen Wohneinheiten mehr als 10 Millionen Mietern in Deutschland ein Zuhause.