Donnerstag, 9. November 2017

Energieberatung: Öffnung der Zulassungsvoraussetzungen gefährdet Unabhängigkeit

Haus & Grund Bayern übt Kritik an den gestern veröffentlichten Änderungen bei der Energieberatung des Bundes. „Künftig dürfen auch Handwerker, die in ihrem Beruf tätig sind, sowie Energieversorger staatlich geförderte Energieberatung durchführen. Diese Personengruppen haben ein wirtschaftliches Interesse an der Energieberatung. Die Idee einer unabhängigen Beratung wird damit komplett ausgehöhlt“, kritisiert Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern.

Hintergrund der am 1. Dezember in Kraft tretenden Richtlinie sind die seit Jahren rückläufigen Zahlen der vom Bund geförderten Vor-Ort-Beratungen. Durch die Öffnung der Zulassungsvoraussetzungen werden die Zahlen der Berater und die der Beratungen steigen. "Das ist ein statistischer Erfolg, der zulasten der Qualität der Beratung und damit der Verbraucher geht“, erläutert die Verbandsvorsitzende.