Montag, 29. Februar 2016

Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen: Gesetzesänderung gefährdet Wohnungsqualität

Hat der Vermieter Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, so kann er die jährliche Miete um elf Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen. Bundesjustizminister Heiko Maas hat eine Reduktion dieser Erhöhungsmöglichkeit auf acht Prozent vorgeschlagen und will dazu demnächst einen Gesetzentwurf vorlegen. „Ein geringerer Prozentsatz als elf Prozent würde dazu führen, dass viele – auch von Mietern gewünschte – Modernisierungen unterbleiben," warnt Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern.

Selbst bei den heutigen elf Prozent könne es für den Vermieter zu Finanzierungsproblemen kommen. Würde dieser Satz auf acht Prozent gesenkt, verschärfe sich die Lage immens. Dies gelte vor allem bei Bauteilen, die bereits nach zwei bis drei Jahrzehnten wieder erneuert werden müssen. Dazu gehörten zum Beispiel Fenster und Fassadendämmungen. Noch dramatischer sei dies bei Bauteilen mit geringerer Lebensdauer wie z.B. modernen Heizungen mit einer Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren.