Donnerstag, 5. März 2015

Mietpreisbremse: Finanzstarke Wohnungssuchende dürfen auf geringere Mieten hoffen

„Die in einigen Städten bestehenden Probleme werden durch die Mietpreisbremse eher verschärft als gelöst.“, so kommentierte Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, den Beschluss der Koalitionsspitzen den Gesetzentwurf zur „Mietpreisbremse“ unverändert umzusetzen. Die Mietpreisbremse schütze nicht Mieter, sondern finanzstarke Wohnungssuchende, die sich künftig mehr Wohnraum zu geringeren Mieten leisten können.

Beliebte Stadtteile werden durch die Mietbegrenzung zudem noch attraktiver, so Dr. Kirchhoff. Die Nachfrage werde dort also noch stärker steigen. Für ein größeres Angebot an Wohnraum sorge die Mietpreisbremse jedoch nach der Verbandsvorsitzenden nicht. Im Gegenteil: Die Mietpreisbremse bremse Investitionen in den Wohnungsneubau. „Statt potenzielle Investoren abzuschrecken, sollte die Politik Bauwillige ermuntern zu investieren.“, kritisierte Dr. Kirchhoff das Gesetzesvorhaben.

Ähnlich äußerten sich in der Vergangenheit die Bundesbank, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das Institut für Weltwirtschaft, die Wirtschaftsweisen sowie Verfassungsrechtler der Berliner Humboldt-Universität.