Donnerstag, 18. Juni 2015

Mietrechtsänderungen gefährden Wohnungsbau

Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im vergangenen Jahr 245.300 neue Wohnungen in Deutschland fertiggestellt. Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand Haus & Grund Bayern, führt den starken Anstieg von über 14 Prozent auf das nach wie vor äußerst niedrige Zinsniveau zurück.

„Eines Tages werden die Zinsen auch wieder steigen“, warnt die Verbandsvorsitzende. Dann werden die immer strengeren Bauvorschriften, insbesondere energetische Anforderungen, sowie das schärfere Mietrecht ihre Wirkung entfalten. „Im Ergebnis werden dann deutlich weniger neue Wohnungen gebaut“, prognostiziert Dr. Kirchhoff.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es im vergangenen Jahr die höchsten Zuwächse mit plus 28 Prozent bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern – also klassischen Mietwohnungen. „Gerade in diesem Segment ist die Gefahr des Investitionsrückgangs besonders groß“, mahnt Dr. Kirchhoff. Sie warnt deshalb vor weiteren Mietrechtsänderungen, um den in den attraktiven Städten dringend benötigten Wohnungsneubau nicht zu gefährden.